60 Jahre Anwerbeabkommen BRD - TR

Projektstart: 01.01.2021
Das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei jährt sich am 31. Oktober 2021 zum sechzigsten Mal.
Generationen von Arbeitsmigranten, Familien und Studierenden reisten im Rahmen dieser Vereinbarung nach Deutschland.
Manche von ihnen kehrten in ihre Heimat zurück, andere blieben, legten die türkische Staatsangehörigkeit ab und wurden Deutsche.
Heute bilden diese Menschen eine Bereicherung der Gesellschaft. Viele lebende Beispiele zeigen, dass die Enkel von ungelernten Arbeitskräften hochwertige Bildungsangebote wahrnehmen und sich in vielfältigen gemeinnützigen Engagements als Stützen der Gesellschaft etablieren.
Mittlerweile sind sie in allen Bereichen des täglichen Lebens fest eingegliedert und kaum noch weg zu denken.
Als UnternehmerInnen, ManagerInnen, PolitikerInnen, KünstlerInnen, Ärzte, SportlerInnen, Rechtsanwälte, Lehrkräfte oder Fachkräfte in Forschung und Industrie sind sie ein Garant für die Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes Deutschland.
Das Forscher Ehepaar Özlem Türeci und Uğur Şahin ist nur ein Beispiel gelungener Symbiose. Diese beiden erlangten grosse Bekanntheit mit ihrem Unternehmen Biontec als es ihnen gelang einen wirksamen Impfstoff gegen das CoVid 19 Virus zu entwickeln.
Es gibt jedoch unzählige „hidden Champions“, die schon seit Jahren täglich Großartiges leisten.
Diese gut ausgebildeten, erfolgreichen Menschen wirken sowohl für die deutsche als auch für die Herkunfts- Gesellschaft ihrer Eltern und Großeltern als leuchtende Vorbilder.
Einige dieser Persönlichkeiten stellen sich hier vor. Es sind sehr persönliche Geschichten, die von ihnen selbst erzählt werden- vom Ankommen, Leben, Rückkehr und Visionen für eine gemeinsame Zukunft.

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Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forum e.V Stuttgart Gülten Aysel
Gülten Aysel ist Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forum in Stuttgart. Hauptberuflich betreibt sie eine Mietmöbel Firma gemeinsam mit ihrem Mann in Fellbach. Die gelernte Rechtsanwaltsgehilfin arbeitete im Büro von Rezzo Schlauch und engagierte sich schon früh in zahlreichen gemeinnützigen Projekten. Viele Jahre stand sie der Föderation der türkischen Elternvereine vor. Sie ist auch in der Gemeindearbeit ihrer Kommune aktiv, beteiligt sich an Vorlesestunden für Kinder, zahlreichen gesellschaftlichen Projekten und als vereidigte Gerichtsdolmetscherin. Eine moderne türkeistämmige Frau, die in Presse, Funk und Fernsehen oft als Rolemodel gelungener gesellschaftlichen Teilhabe portraitiert wird.